Naturally Local – Naturbasierte Lösungen gegen Hitzewellen und Dürren

Das zweite Treffen

Die neun europäischen Partner des Interreg-Europe-Projekts Naturally Local (NaLo) trafen sich in
Óbidos (Portugal), um Erfahrungen mit naturbasierten Lösungen zur Anpassung an Hitzewellen
und Dürren auszutauschen. Im Mittelpunkt des Treffens am 18. und 19. März 2026 stand die
Frage, wie Regionen angesichts zunehmender Risiken klimaresilienter werden können.

„In Óbidos bekräftigen wir unser gemeinsames Engagement für lokal verankerte, naturbasierte
Ansätze – insbesondere vor dem Hintergrund der jüngsten Stürme, die in unserer Region zu
starken Regenfällen, Überschwemmungen und umgestürzten Bäumen geführt haben.
Gemeinsam arbeiten wir daran, widerstandsfähigere Gemeinden aufzubauen, die im Einklang mit
der Natur leben“, sagte Filipe Daniel, Bürgermeister von Óbidos.

Gemeinsam gegen Hitze und Dürren

Óbidos, das besonders stark von Hitzewellen und Dürren betroffen ist, präsentierte beim ersten
gemeinsamen Fachbesuch des Projekts konkrete Erfahrungen beim Aufbau lokaler Resilienz. Für
die nordeuropäischen Partner aus Storfors (Schweden), Rēzekne (Lettland), Serock (Polen),
Fourmies (Frankreich) und Gießen bot der Austausch wertvolle Einblicke in zukünftige
Herausforderungen und entsprechende Lösungsansätze aus Südeuropa.

Die Gespräche machten deutlich, dass die Partnerregionen vor unterschiedlichen, teilweise
vergleichbaren Herausforderungen stehen. Während Partner wie Óbidos und Montilla (Spanien)
bereits über langjährige Erfahrung im Umgang mit Hitzewellen verfügen, werden solche extremen
Wetterereignisse in anderen Regionen erst in den kommenden Jahrzehnten erwartet. Der Bedarf
an Anpassungsmaßnahmen besteht jedoch überall. Die Partner waren sich einig, dass
vorausschauendes und widerstandsfähiges Management notwendig ist und naturbasierte
Lösungen dabei eine zentrale Rolle spielen. Auf einem „Marktplatz guter Beispiele“ zeigten die
Partner, wie sich Hitzebelastung durch entsprechende Maßnahmen verringern lässt.

Mit guten Beispielen voran

Zu den Beispielen zählt in Óbidos das Bewässerungsprojekt Baixas de Óbidos mit einem
Investitionsvolumen von 20 Millionen Euro. Es verbessert das Wassermanagement, fördert die
Grundwasserneubildung, reguliert die Temperatur und stärkt die Biodiversität. In Serock mindern
„grüne“ Bushaltestellen die Wärmebelastung im öffentlichen Raum und erhöhen die
Aufenthaltsqualität. In Gießen werden Wälder so bewirtschaftet, dass sie wie Schwämme Wasser
speichern und so sowohl Überschwemmungen als auch Risiken durch Trockenheit und Hitze
verringern. Die Renaturierung der Jarata-Lagune in Montilla stärkt Lebensräume, fördert die
Biodiversität und erhöht die Klimaresilienz gegenüber Hitzewellen.

Das nächste Naturally-Local-Projekttreffen findet im Oktober 2026 in Serock statt. Dort setzen die
Partner ihren Austausch fort und vertiefen die interregionale Zusammenarbeit.

Weitere Informationen zum Projekt sind im Naturally Local E-Newsletter #2 auf der Website von
Interreg Europe verfügbar: NATURALLY LOCAL – Climate Adaptation in Small Municipalities with